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Verinity

LÖSUNG — DATENINTENSIVE SYSTEME

Datenintensive Projekte

Systeme mit großen Datenbeständen, die sich selbst aktuell halten — mit ausfallfreier Aktualisierung, messbaren Antwortzeiten und ohne dass Nutzeranfragen das Land verlassen.

Für wen

Organisationen mit sozialem Auftrag, öffentlichem Bezug oder großen Datenbeständen, die auf verlässliche, nachvollziehbare Systeme angewiesen sind.

Das Problem

Woran es scheitert.

Projekte mit vielen Nutzern oder großen Datenmengen scheitern selten an der Idee. Sie scheitern am Betrieb: Daten veralten, weil die Aktualisierung Handarbeit blieb und irgendwann niemand mehr Zeit dafür hat. Ein Jahr später zeigt das System Stände von vorgestern, und niemand kann genau sagen, seit wann.

Die zweite Falle sind Fremddienste für Karten und Geodaten: schnell eingebaut, schicken sie jede Nutzeranfrage samt IP-Adresse und Kartenausschnitt an einen ausländischen Anbieter. Bei Anwendungen, die mit Wohnumgebungen zu tun haben, ist das eine besonders heikle Datenspur — und die Kosten wachsen ausgerechnet dann, wenn das Projekt erfolgreich wird.

Die dritte Falle zeigt sich erst unter Last. Eine Abfrage, die bei tausend Datensätzen in der Entwicklung sofort antwortet, kann bei zwei Millionen Datensätzen sekundenlang brauchen — und Sekunden fühlen sich für Nutzer wie ein Defekt an.

Wie wir es lösen

Unser Weg.

Wir bauen datenintensive Systeme so, dass sie sich selbst aktuell halten. Unsere Österreich-Geoplattform liest neun Datenbestände aus amtlichen Quellen jede Nacht vollautomatisch neu ein — BEV-Adressregister, basemap.at, GIP-Straßengraph und weitere. Vorgeschaltet ist ein schneller Versionsabgleich: Eingelesen wird nur, wenn es eine neue Fassung gibt.

Aktualisieren darf nie bedeuten, dass der Dienst währenddessen halb funktioniert. Der Import läuft deshalb in ein separates Schema, wird auf Plausibilität geprüft und erst dann in einem einzigen Schritt umgeschaltet. Scheitert etwas, bleiben die alten Daten unangetastet: kein halb aktualisierter Bestand, kein Wartungsfenster.

Geocoding, Karten und Routing betreiben wir selbst, auf amtlicher österreichischer Datengrundlage statt über einen Fremddienst. Für Anwendungen mit Österreich-Bezug sind die gepflegten amtlichen Bestände des Landes die genauere Grundlage als eine weltweite Näherung. Über die Adresssuche hinaus liefert die Plattform Erreichbarkeits-Analysen, Reisezeit-Matrizen und optimierte Touren.

Geschwindigkeit behandeln wir als messbare Größe. Eine strukturierte Adresssuche brauchte ursprünglich rund 1,4 Sekunden, weil sie die Tabelle durchlaufen musste; nach der Umstellung auf eine normalisierte, indexgestützte Suche liegt sie bei etwa 6 Millisekunden.

Woraus es besteht

Die Bausteine.

01

Automatische Datenpipelines

Nächtlicher Abgleich, Import, Plausibilitätsprüfung und Rückfall auf den letzten Stand — ohne dass jemand daran denken muss.

02

Ausfallfreie Umschaltung

Blue/Green: Import in ein separates Schema, atomares Einschwenken, alte Daten bleiben bei jedem Fehler unangetastet.

03

Geocoding und Karten

Adresssuche auf amtlicher Datenbasis, selbstbetriebene Vektorkacheln und 3D-Gebäude — ohne Fremddienst zwischen Nutzer und Karte.

04

Routing und Erreichbarkeit

Routen mit vier Verkehrsprofilen, Reisezeit-Matrizen, Erreichbarkeitsgebiete und Tourenoptimierung auf einem Straßengraph mit rund 2,4 Millionen Kanten.

05

Messbare Performance

Datenbank-Tuning und Indexarbeit mit Vorher-Nachher-Messung, dokumentiert.

06

Betriebsüberwachung

Alarmierung bei Fehlern und ein Lebenszeichen bei Ruhe — bleibt es aus, fällt auch der Ausfall des Servers selbst auf.

Belege

Woran du uns messen kannst.

  • Die Österreich-Geoplattform hält 2,5 Millionen Adressen und 4,5 Millionen 3D-Gebäude aus amtlichen Quellen (Stand 06/2026); Autocomplete antwortet in 10 bis 85 Millisekunden.
  • Österreich-Geoplattform, Stand 06/2026: Neun Datenbestände aus amtlichen Quellen werden nächtlich vollautomatisch eingelesen, mit vorgeschaltetem Versionsabgleich, Plausibilitätsprüfung und atomarer Blue/Green-Umschaltung.
  • Österreich-Geoplattform, Stand 06/2026: Eine strukturierte Adresssuche wurde von rund 1,4 Sekunden auf etwa 6 Millisekunden gebracht — vorher und nachher gemessen.
  • Österreich-Geoplattform, Stand 06/2026: Routing läuft über einen Straßengraph mit rund 2,4 Millionen Kanten, mit vier Verkehrsprofilen, Matrix, Isochronen und Tourenoptimierung.
  • Die Plattform wird produktiv von unserem eigenen App-Backend genutzt — über einen serverseitigen Proxy, damit kein Zugangsschlüssel in einer App liegt.
  • Betrieb auf eigenem Server in Österreich; Datengrundlage sind amtliche Open Data mit dokumentierter Quellenangabe.

Häufige Fragen

Was oft gefragt wird.

Warum betreibt ihr Karten und Adresssuche selbst statt Google oder Mapbox zu nehmen?

Vier Gründe: Datenschutz, weil jede Kachel eines Fremdanbieters IP-Adresse und Kartenausschnitt nach außen trägt. Unabhängigkeit, weil sich Preise und Bedingungen eines Anbieters ändern können. Kosten, weil kommerzielle Geo-Schnittstellen pro Abfrage abrechnen. Und Genauigkeit, weil die amtlichen österreichischen Bestände für Österreich näher an der Wirklichkeit sind als eine weltweite Näherung.

Wie belegt ihr, dass das System auch unter Last trägt?

Mit Messungen statt Zusagen: Wir messen vorher, optimieren gezielt und messen nach — der Wert davor und der danach sind dokumentiert. Dazu kommt eine Betriebsüberwachung, die nicht nur Fehler meldet, sondern auch ein Lebenszeichen sendet, wenn alles ruhig ist.

Der Hintergrund.

Wie wir so etwas bauen und betreiben, steht in der Arbeitsweise. Die Referenzen oben nennen dazu Projekt, Zahl und Stand.