REFERENZ — SOZIALPLATTFORM
In beiden Stores · iOS seit 16.08.2026, Android seit 05.09.2026RetterApp
Die kostenlose App gegen Lebensmittelverschwendung — gebaut für den Verein Lebensmittelrettung Österreich. In 85 Tagen vom ersten Commit in den App Store, seit 05.09.2026 in beiden Stores: App, Backend, Admin-Panel und Serverbetrieb kommen von uns.
85
TAGE BIS IN DEN APP STORE
7.280
AUTOMATISIERTE TESTS · 16.08.2026
212
API-ENDPUNKTE IN PRODUKTION · 16.08.2026
Worum es geht
Über die RetterApp geben Menschen in Österreich überschüssige Lebensmittel weiter, statt sie wegzuwerfen: einstellen, entdecken, abholen — mit zweckgebundenem Chat, Push-Benachrichtigungen und doppelblinder Bewertung nach der Übergabe. Träger ist der Verein Lebensmittelrettung Österreich mit Sitz in Wien; die technische Umsetzung kommt vollständig von uns — inklusive des neuen Internetauftritts unter lebensmittelrettung.at.
Die Plattform vermittelt nicht zwischen Konsument und Verkäufer, sondern zwischen zwei Menschen, von denen einer etwas übrig hat. Es gibt keinen Preis, keinen Warenkorb und keine Provision — nicht als fehlende Funktion, sondern als Architekturentscheidung, die bis ins Datenbankschema durchgesetzt ist.
Datenschutz ist im Code verdrahtet, nicht in der Dokumentation: Telefonnummern liegen nur als Prüfwert vor, es gibt keinen Klarnamen-Zwang und kein Analyse-SDK in der App. Aus hochgeladenen Fotos entfernen wir EXIF- und GPS-Daten, Logs enthalten keine personenbezogenen Daten, und Löschfristen laufen automatisch.
Der ausgelieferte Umfang ist bewusst kleiner als die Produktvision: Der komplette Bereich für Betriebe ist gebaut, getestet und liegt im Repository — aber über einen Schalter abgeschaltet, weil der erste Start als reines Privat-Erlebnis klarer ist. Drei weitere Bereiche wurden mit Entscheidung, Datum und Begründung zurückgestellt, statt sie halbfertig auszuliefern.
Aus der veröffentlichten App
Vier Bildschirme aus der Version, die im App Store liegt — keine Entwürfe, keine nachgebauten Oberflächen; auf einem sind die Namen durch Beispielnamen ersetzt.

Entdecken · Liste, Karte, Wischen

Meine Angebote · pausieren, bearbeiten

Abholungen · zehn Statusschritte · Beispielnamen

Anbieten · vier Schritte
Erfolge, datiert
Platz 4 der Top-Downloads (Gratis) in „Essen und Trinken“ — App Store Österreich.
Am zweiten Tag nach dem offiziellen Start stand die RetterApp zwischen McDonald's und Wolt — eine App, die nichts verkauft und keine Provision nimmt, neben den Lieferdiensten des Landes. Charts sind Momentaufnahmen und wandern stündlich; deshalb steht hier Datum und Uhrzeit dazu, nicht „Top-App“.
- 1foodora
- 2Lieferando.at
- 3McDonald's
- 4RetterAppPlatz 4
- 5Wolt
- 6Too Good To Go
Momentaufnahme · 06.09.2026, 16:05 Uhr
Platz 5 der beliebten Gratis-Apps in „Essen & Trinken“ — Google Play Österreich.
Eine Woche nach dem Android-Start steht die RetterApp bei Google Play zwischen Too Good To Go und Wolt — in derselben Kategorie wie im App Store. Aufgenommen in der Web-Ansicht des Stores für Österreich.
- 1foodora
- 2Burger King AT
- 3Lieferando
- 4Too Good To Go
- 5RetterAppPlatz 5
- 6Wolt
Momentaufnahme · 12.09.2026, 08:39 Uhr
Ausblick: Woran wir uns messen.
Das war der erste Schritt, nicht das Ziel. Nicht der Listenplatz ist der Maßstab, sondern weniger Lebensmittel im Müll in Österreich. Daran arbeiten wir weiter, Schritt für Schritt, mit Datum und Beleg.
Was wir gebaut haben
Mobile App (iOS & Android)
Eine Flutter-Codebasis für beide Plattformen: Entdecken in drei Modi (Liste, Karte, Wischen), Anbieten in vier Schritten, zwei Abholwege, Chat je Angebot, Push in neun einzeln abschaltbaren Kategorien.
Backend
Fastify + TypeScript mit 212 API-Endpunkten in Produktion, PostgreSQL/PostGIS mit 49 Tabellen, 19 Hintergrundläufe, drei Echtzeitkanäle — eine Datenbank, keine zweite Datenhaltung.
Admin-Panel
React-Oberfläche mit 14 geschützten Seiten: Moderation, Rollen-Rechte-Matrix, Systemnachrichten. Zugang nur mit Zwei-Faktor; im Verwaltungsprotokoll verweigern Datenbank-Trigger jedes Ändern und Löschen, eine Hash-Kette macht Eingriffe nachträglich erkennbar.
Betrieb in Österreich
Modulare Docker-Stacks auf eigenem Server: gehärtete Container, nächtliche verschlüsselte Sicherung und ein Wächter auf dem Host, dessen ausbleibendes Lebenszeichen auch den Ausfall des Servers selbst meldet.
DSGVO ab Werk
Datenauskunft nach Art. 15 als lesbares PDF direkt in der App, Kontolöschung mit 30 Tagen Karenz — gebaut, ohne dass die Löschung die Daten und Statistiken anderer beschädigt.
Problem und Lösung
Stellen, an denen dieses System mehr tut, als man von außen sieht.
Gestaffelte Standortfreigabe
Ein Angebot ist wertlos ohne Ort — und gefährlich mit Ort. Privatpersonen bieten aus ihrer Wohnung an.
Liste und Karte zeigen nur Bezirk und Postleitzahl, der Kartenpunkt ist bis zu 100 Meter verschoben — deterministisch mit einem Salz über Anbieter und Ortszelle, damit sich der Versatz nicht durch Mitteln mehrerer Angebote herausrechnen lässt. Koordinaten verlassen den Server auf vier Nachkommastellen gerundet, und eine Datenbankbedingung macht „Adresse sofort sichtbar“ außerhalb der Direktabholung strukturell unmöglich. Wer nicht angemeldet ist, sieht nie mehr als Postleitzahl und Ort — und keinen Anbieternamen.
Eigener Kartendienst statt Fremdanbieter
Jede Kartenkachel eines Fremdanbieters trägt IP-Adresse und Kartenausschnitt des Nutzers nach außen. Bei einer App, deren Kern die Wohnumgebung ihrer Nutzer ist, ist das eine besonders heikle Datenspur.
Karten und Adresssuche laufen über unsere eigene Österreich-Geoplattform auf amtlicher Datenbasis. Die App kennt keinen Zugangsschlüssel — das Backend proxyt und hängt ihn serverseitig an; eine Pfad-Allowlist verhindert Missbrauch als offenes Relay, und ein Boot-Guard verweigert in Produktion den Start, wenn der Geocoder auf einen öffentlichen Fremddienst zeigt.
Regeln, die eine Maschine erzwingt
Jede Regel, die nur in einem Dokument steht, ist eine Regel auf Bewährung — sie hält genau so lange, wie jemand aufpasst.
Über zwei Dutzend Wächter-Tests färben rot, sobald jemand eine Regel bricht: keine schreibende Route ohne Sperre für gesperrte Konten, keine Verwaltungsroute ohne Zwei-Faktor-Gate, kein Antwortschema mit Klardatenfeld. Jeder Wächter wird mutiert — er gilt erst als wirksam, wenn die Regel testweise gebrochen wurde und genau er dabei rot wurde.
Preisfreiheit, technisch verankert
„Vielleicht nehmen wir später doch Preise dazu“ ist die Sorte Entscheidung, die sich schleichend selbst trifft, sobald ein Betragsfeld erst einmal im Datenmodell steht.
Kein einziges Preis-, Betrags- oder Checkout-Feld in 53 Schemadateien — von einem Test überwacht, der anschlägt, sobald eines entsteht. Ein Wortlaut-Wächter hält Begriffe wie „Gratis“ oder „gespart“ aus der Oberfläche fern. Die Erfolgsmetrik ist gerettete Menge in Kilogramm; „Geld gespart“ ist ausdrücklich keine.
Eine dokumentierte Fehlerkultur
Fehler passieren in jedem Projekt. Die Frage ist, was von ihnen bleibt.
Fehlschläge werden nicht nur behoben, sondern als wiederverwendbare Regel festgeschrieben — im Wächter-Kommentar, im Arbeitsprotokoll und im Regelsatz zugleich. Und auch die Prüfungen werden geprüft: In der letzten großen Review-Runde bekam jeder schwere Befund einen zweiten Prüfer mit dem ausdrücklichen Auftrag, ihn zu widerlegen. Von 24 gegengelesenen Befunden wurden 6 bestätigt, 16 abgeschwächt und 2 widerlegt.
Belege
- iOS-App im App Store seit 16.08.2026, Android-App bei Google Play seit 05.09.2026 — beide aus derselben Codebasis, beide mit denselben Pflichtseiten auf lebensmittelrettung.at.
- Platz 4 der Top-Downloads (Gratis) in der Kategorie „Essen und Trinken“ im App Store Österreich — Momentaufnahme vom 06.09.2026, 16:05 Uhr.
- Platz 5 der beliebten Gratis-Apps („Top-Artikel für € 0“) in „Essen & Trinken“ bei Google Play Österreich — Momentaufnahme der Web-Ansicht vom 12.09.2026, 08:39 Uhr.
- Rund 7.280 automatisierte Tests über drei Codebasen (Stand 16.08.2026); die Backend-Tests laufen gegen eine echte PostgreSQL-Datenbank, nicht gegen Attrappen.
- 1,35 Zeilen Testcode je Zeile Produktionscode — im Backend 1,70 (Stand 16.08.2026).
- 85 Tage vom ersten Commit bis in den App Store: 2.765 Commits, 212 API-Endpunkte, 49 Tabellen, 70 dokumentierte Architekturentscheidungen.
- Adversariales Produktionsreife-Audit (02.07.2026) ohne kritische Funde — ein Prüfstand zu einem Zeitpunkt, kein Beweis für Fehlerfreiheit.
- Der ausgelieferte Umfang ist bewusst kleiner als das Gebaute — beworben wird nur, was in der veröffentlichten App wirklich läuft.
Die anderen drei Systeme.
Jedes mit Stand, Zahlen und Belegen. Wie so etwas entsteht, steht auf der Seite zur Arbeitsweise.
